Mati
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08.06.2010
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Karlsruhe

Schon seit vielen, vielen Jahren habe ich Erfolg mit Iontophorese und keine schwitzenden Hände und Füße mehr.

Ich behandle mit dem Iontophoreseset Idromed 5 PS. Seit ich denken kann habe ich diese ewig nassen Hände und Füße und litt sehr unter der Hyperhidrose, übrigens als Einzige in einer großen Familie mit 3 Geschwistern und vielen Kindern. Ursprünglich waren bei mir sicher auch die Achseln betroffen, was sich aber schon sehr früh durch eine Schweißdrüsenentfernung wegen Abszessen ?von selbst? erledigt hat.
Als Kind war das Schwitzen so schlimm, dass sich in den Schulheften das Papier gewellt hat; das erste Teil, das ich im Handarbeitsunterricht stricken musste, war so mit den Nadeln verbacken, dass man nur noch alles zusammen wegwerfen konnte, da die Nadeln nicht mehr zu entfernen waren. Trotzdem stricke ich auch heute noch sehr gerne ? vor allem im Hochsommer.
Als Teenager hatte ich einen Freund, der total entspannt mit der Situation umging. So waren der obligatorische Tanzkurs und Händchen-halten damals eigentlich kein Problem für mich, aber dennoch oft unangenehm, da die Haut immer sehr aufgequollen und aufgeschwollen war und dann auch richtig wehtat; ganz abgesehen von weiteren Unannehmlichkeiten wie z.B. Schuhe im Sommer ohne Strümpfe ? undenkbar!!!
Aber das war halt so, ich kannte es ja nicht anders.
Je älter ich wurde, um so größer wurde das Problem, vor allem auch mit meiner Ausbildung zur Krankenschwester. Das Tragen der Latexhandschuhe war für mich ein riesengroßes Problem, aber ohne ging es auch nicht. Das Benutzen von Cremes und Tinkturen kam für mich damals nicht in Frage, allein der Gedanke, auf die nasse Haut was draufzuschmieren, verursachte neue Sturzfluten...
1988 fand ich dann im Nachtdienst in einer medizinischen Fachzeitschrift einen Bericht über Hyperhidrose; es war eigentlich das 1. Mal, dass ich darüber etwas lesen konnte und dass die "Krankheit" einen Namen bekam. Ich recherchierte über diesen Arzt der Uniklinik Heidelberg, der den Artikel veröffentlicht hatte, und fand heraus, dass er sich als Hautarzt in Karlsruhe niedergelassen hatte. Was hatte ich ein Glück! Sofort ließ ich mir in dieser Praxis einen Termin geben und die Iontophorese begann (übrigens habe ich von Anfang an immer Hände und Füße gleichzeitig behandelt).
Ich weiß es noch wie heute, als ich nach der 1. Sitzung aus der Praxis ging: ich hatte den ganzen Tag lang trockene Hände und Füße! Vom allerersten Mal an ein bombastischer Erfolg! Ich konnte es gar nicht glauben und nicht genug davon bekommen, alles anzufassen! Auch heute noch in meiner Erinnerung ein ganz, ganz besonderer Glücksmoment.
Ziemlich schnell bekam ich dann ein Gerät für zu Hause verschrieben, das die Krankenkasse aussuchte und auch bezahlte. Alles lief bestens, obwohl es damals noch ein Gerät mit Batterien war! Bei der Einstellung der Stromstärke habe ich noch nie auf die mA-Anzeige geschaut, sondern die Stärke (und auch die Häufigkeit der Anwendung) immer nach Gefühl eingestellt; beides mache ich heute noch so.
Viele Jahre lief alles ohne Komplikationen und sogar als das Gerät kaputt ging, bekam ich ohne Probleme ein neues Gerät von meiner Krankenkasse, ein klobiges Gleichstromgerät, aber nun wenigstens ohne Batterien.
Dann, so vor 5 Jahren, fingen die Probleme an: die Haut an Händen und Füßen feuerrot, aufgeschwollen, voller Bläschen (med.: Vesicula) und ein Juckreiz, der mich nachts kaum schlafen ließ. Heute weiß ich, dass das (auch) mit meinen vielen, vielen Allergien zusammenhängt. Beim Arzt bekam ich Cortisonsalben und -tabletten verschrieben, aber die Wirkung war minimal. Auch die Iontophoreseanwendungen waren teilweise unerträglich, so dass ich sie auf ein Minimum reduzierte und auch ein leichtes Schwitzen wieder in Kauf nahm. Im Winter erholte sich die Haut gut, aber im Sommer flutschte ich wieder aus den Sandalen - und die Hände erst .... Schrecklich!
Dann war ich wegen der Allergien das 1. Mal zur Reha an der Nordsee und kam dort mit einem gepulsten Gerät in Kontakt. Was für ein Unterschied! Hände und Füße rein ins Wasser, raus aus dem Wasser, abtrocknen ? tschüss. Als wäre nichts gewesen.
Zu Hause mit meinem alten Gerät fingen auch die alten Probleme mit den Hautreizungen wieder an. Und es kam wieder Cortison ins Spiel. Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr als Krankenschwester arbeitete, war mich klar, dass das mit dem Cortison kein Dauerzustand werden sollte. Lange dachte ich einfach, dass die Haut so leidet, ist eben der Preis für die vielen angenehmen Jahre in Trockenheit. Gleichzeitig fing ich aber an, nach solchen Geräten im Internet zu suchen.
Ich stieß auf ein Gerät, das beides konnte, Gleichstrom UND Pulsstrom. Da ich mit dem alten Gleichstromgerät nicht mehr zufrieden war (es aber dennoch seine Pflicht erfüllte), einem neuen Pulsstromgerät aber (noch) nicht vertrauen wollte, schien das SUDORMED DE 20 für mich das Non-plus-ultra. Na, um es kurz zu machen: wie enttäuscht war ich nach einigen Anwendungen. Es machte überhaupt keinen Unterschied, ob ich das neue oder das alte Gerät verwendete. Weder die Häufigkeit der Anwendungen noch die Intensität der Stärke machte sich bemerkbar; im Gegenteil, mittlerweile hatte ich ?beim Baden? das Gefühl, in tausende kleiner Nadeln zu tauchen. Aber trotzdem, die Wirkung war da und ich dachte wieder, das ist eben der Preis. So landete das neue Gerät im Schrank...
Vor 2 Jahren war ich wieder zur Reha; sie hatten ein neues (sensationelles) Gerät!
In diesen 3 Wochen hatte ich einige Anwendungen, so dass ich zu Hause 4 Monate lang überhaupt keine Sitzungen brauchte; es war gigantisch ? und ich glaubte schon fast, dass sich das Problem nun erledigt hätte. Aber so einfach isses ja nu auch nich...
Ich fing wieder mit meiner Recherche an (sowas muß es doch zu kaufen geben!) und schob die Intervalle meiner Sitzungen so lange raus wie möglich; dann kam natürlich, was kommen mußte: die Hände und Füße wurden wieder richtig nass.
Und dann ein Glückstreffer: ich stieß auf dieses Forum hier! Ich konnte gar nicht mehr aufhören, die Geschichten und Erfahrungsberichte zu lesen. Ich konnte es gar nicht fassen, dass es so viele Leute mit diesem Problem gibt ? und bei vielen so richtig schlimm! Also damit wir uns nicht missverstehen: bei mir war es auch richtig schlim.;

An den Händen war das Schwitzen so stark


An den Händen war das Schwitzen so stark, dass das Wasser runtergetropft ist und in meinen Schuhen konnte ich davonschwimmen.
Dann nach einiger Zeit, vielem Lesen und vielen Überlegen war ich der Überzeugung, dass das IDROMED 5 PS das richtige Gerät für mich ist. Ich beschloss, diesmal das Gerät selbst auszusuchen (nicht die Krankenkasse) und dann erst zur Krankenkasse zu gehen. Das Gerät kam superschnell (SUPER Service!!!) und am selben Abend habe ich's ausprobiert!
PHÄNOMENAL!
Während der 1. Anwendung hat die noch entzündete Haut gebrannt wie Feuer, aber es verschlimmerte sich nicht mehr und auch der Juckreiz war fast weg!
Heute (nach 3 Anwendungen!) sehen meine Hände und Füße aus wie neu! Und so trocken, dass ich stricken kann, wann ich will.

Mein Bericht ist jetzt schon so lang, dass es schon nicht mehr drauf ankommt; daher möchte ich noch ein bisschen aufklären:
"Unser" Schweiß hat medizinisch nicht die gleiche Zusammensetzung wie Schweiß bei jemandem, der ?normal? schwitzt. Auch die Konsistenz ist anders.
Es ist weder ein physisches, noch ein psychisches Problem, es ist einfach eine Veranlagung.
Ich persönlich glaube auch nicht, dass es vererbt wird; sonst wäre es weiter verbreitet. Ich denke, dass man viel sensibler reagiert, wenn man selbst mit dem Problem konfrontiert ist. Ich habe bei allen unseren Kindern in der Familie schon früh auf Symptome geachtet. Wie gesagt, in meiner Familie ist niemand außer mir betroffen.
Nur ca. 5% der gesamten Bevölkerung hat dieses Problem und bei unter 1% davon versagen (bisher) die Therapien. So gesehen sind wir doch etwas ganz Besonderes!
Der Erfolg der Iontophorese ist eigentlich ein Zufallsergebnis aus der Rheumaforschung und -behandlung. Deshalb kennen sich auch so wenig Hautärzte damit aus ? das ist aber meine ganz persönliche Meinung.

Aus eigener Erfahrung rate ich allen Betroffenen, niemals aufzugeben. Durchhalten! Der Erfolg kommt ? bestimmt!

Toll, dass es solche Seiten gibt! Macht unbedingt so weiter!
Danke Markus Bindner! Razz
23.06.2010, 09:58
Koray85
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21.10.2010
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ich wollte nur sagen bei mir in der familie sind 3 leute betroffen, mein opa mit achselschweiß, meine tante und ich mit übertriebenen hand&fussschweiß

ich bin verwundert, dass es keine erbkrankheit ist...
12.11.2010, 20:09
Mücke1901
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Bei uns hat es leider auch mein Sohn "mitbekommen". Meine Nichte leidet ebenfalls darunter... Sad
15.12.2010, 16:20